Große Anstrengungen in Sachen Personalentwicklung

Bad Honnef. Das Thema Personalentwicklung nimmt bei den Unternehmen der Holzpackmittelindustrie einen immer höheren Stellenwert ein. „Die HPE-Mitglieder haben die Zeichen der Zeit erkannt und gehen die Zukunft des Personalwesens mit großer Energie an“, so Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. Unterstützt werden sie dabei von einer informativen HPE-Handreichung, die Anfang des Jahres für alle HPE-Mitgliedsunternehmen bereitgestellt wurde.

Die Fachkräftesicherung ist angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels eine der zentralen Aufgaben in Industrie und Handel. Wie stark das Thema bereits in den Unternehmen der Holzpackmittelbranche verhaftet ist, zeigen einige Fallbeispiele:


Schlesselmann GmbH aus Asendorf
Bei dem Palettenspezialisten Schlesselmann GmbH aus Asendorf werden viele verschiedene Kanäle für die Gewinnung von Auszubildenden bespielt. Dazu zählen alle wesentlichen Bereiche sozialer Medien wie die eigene Homepage, diverse Kleinanzeigenportale, aber auch die Teilnahme an Veranstaltungen, bei denen der Nachwuchs nach passenden Ausbildungschancen fahndet. „Für dieses Jahr konnten wir bisher nur einen Ausbildungsplatz besetzen. Wir geben Bewerbern, deren Zeugnis oder Lebenslauf auf den ersten Blick nicht perfekt aussieht, gern mit einem kurzen Praktikum eine Chance, ihren Willen und ihr Können für eine Ausbildung bei uns unter Beweis zu stellen“, so Hans Bockhop, bei der Schlesselmann GmbH zuständig für Vertrieb und Marketing. Zu besetzen sind unter anderem Ausbildungsplätze als Holzmechaniker/in, als Holzbearbeitungsmechaniker/in, als Maschinen- und Anlagenführer/in, als Industriemechaniker/in oder auch als Kaufmann/-frau für Büromanagement.



LÄMMLE Industriepack aus Rot a. d. Rot
Ebenfalls sehr aktiv ist das Unternehmen LÄMMLE Industriepack aus Rot a. d. Rot. „Derzeit haben wir für den Betrieb Lämmle – PTS in Ravensburg einen Auszubildenden gewinnen können“, berichtet Geschäftsführer Dieter Lämmle. Man gehe unter anderem über Praktikumsplätze mit Schnuppertagen und mit Ferienarbeit auf potentielle Nachwuchskräfte zu. „Auch werden interessierte Schulklassen von uns durch den Betrieb geführt, um ihnen einen Eindruck von unserer Arbeit zu vermitteln. Das ist jedoch inzwischen zu wenig und wir müssen aktiv auf die Schulen, deren Schüler und weitere potentielle Mitarbeiter zugehen“, ist der Unternehmer überzeugt. So wolle man im Sommer einen Familientag veranstalten, um den Gästen zu zeigen, was Verpackung bedeutet. „Vielen ist nicht bekannt, wie so etwas abläuft. Auf Verbrauchermessen, bei denen wir bisher nur Produkte ausgestellt haben, wollen wir verstärkt um Azubis und Mitarbeiter werben, indem auch hier der Arbeitsprozess beispielsweise in Bildern dargestellt wird. Wir müssen zeigen, dass wir keine ‚Hinterhofnagler‘ mit Nagel und Hammer sondern ein maschinell gut ausgestattetes Industrieunternehmen sind“, so Lämmle und ergänzt: „Weiterhin möchten wir uns an regionalen ‚Jobmessen‘ beteiligen und wir wollen umliegende Schulen wie die Hauptschulen in Rot und Tannheim sowie die Realschulen in Ochsenhausen und Kirchberg gezielt ansprechen.“



CARL GLUUD GmbH & Co. KG in Bremen
Ein weiteres sehr aktives Unternehmen unter den HPE-Mitgliedern in Sachen Personalgenerierung und Personalentwicklung ist die CARL GLUUD GmbH & Co. KG aus Bremen. „Wir bilden unter anderem in den Berufen Holzmechaniker/in, Kaufmann/-frau für Büromanagement und Fachinformatiker für Systemintegration aus“, so Manuela Adam aus der Personalabteilung des Verpackungsspezialisten. Geplant seien zudem Ausbildungen zur Fachkraft für Lagerlogistik und zum Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel. Für die Suche nach neuen Mitarbeitern nutzt das Unternehmen unter anderem die eigene Website, die Jobbörse der Arbeitsagentur, die IHK Lehrstellenbörse sowie die Kampagne „Berufe mit Profil“. Die „Azubi-Attacke“ von Bremen energy wird genauso unterstützt wie ikk gesund plus, ebenso der Ausbildungsatlas vom Verlag BVB, die hkk-Jobbörse und die Vermittlungsaktion der Handelskammer Bremen. „Ist dann eine Bewerbung bei uns eingegangen, bieten wir Schülern und Schülerinnen einen Praktikumsplatz an. Das gilt auch für Bewerber, die so unser Unternehmen kennenlernen können.“

Marcus Kirschner, Geschäftsführer des HPE, zieht hinsichtlich dieser Entwicklungen das vorläufige Fazit: „Es ist großartig, wie sich unsere Unternehmen ins Zeug legen, um dem stärker werdenden Fachkräftemangel etwas entgegen zu setzen. Wir halten es für notwendig, dass sich noch mehr Firmen daran beteiligen. Der Verband unterstützt die Aktivitäten seiner Mitglieder mit der erwähnten Handreichung, die reale Beispiele aus dem unternehmerischen Alltag bietet, wesentliche Aspekte für die Bereiche ‚Berufsausbildung‘, ‚Fachkräftesicherung‘, ‚Beschäftigung von Flüchtlingen‘ sowie ‚Zeitarbeit‘ aufzeigt und erläutert, welche unterstützenden Aktivitäten der HPE als Verband entfalten kann. So, wie auch die Unternehmen sich stetigen Veränderungen und sich wandelnden Anforderungen der Auszubildenden und Fachkräfte stellen und ihre Akquise-Konzepte anpassen müssen, so ist auch die Handreichung als atmendes Dokument konzipiert, das regelmäßig angepasst und um Erfahrungen der Unternehmen ergänzt werden soll“, erklärt Kirschner abschließend. HPE/DS

Bild: Auszubildende der Holzpackmittelbranche bei der Arbeit. Foto: HPE

Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. ist ein Fachverband mit mehr als 400 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 Prozent des Branchenumsatzes von rund 2,3 Milliarden Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Millionen Kubikmetern.

 

 

CARL GLUUD GmbH & Co. KG: Markus Neumann vierter ö.b.u.v. Sachverständiger für seemäßige Exportverpackungen in Deutschland

Bad Honnef. Markus Neumann, Mitarbeiter der Bremer CARL GLUUD GmbH, wurde jetzt als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für seemäßige Exportverpackungen zugelassen. Neumann, beim HPE-Mitglied CARL GLUUD zuständig für die Projektleitung und die damit verbundene Kalkulation, Kostenoptimierung sowie die Personalplanung in der industriellen Kistenverpackung für den Export, ist der vierte öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige mit diesem Schwerpunktgebiet in Deutschland. „Eine Zulassung für den wichtigen Seetransport ist schon etwas ganz Besonderes. Es gibt in diesem Bereich nur sehr wenige Sachverständige mit ausreichender Fachkenntnis“, so Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. Häufig seien dies ehemalige Nautiker aus dem Bereich Seefracht, die aus Alters- oder familiären Gründen nicht mehr zur See fahren. „Sie verfügen zwar über umfassende Erfahrung im richtigen Umgang mit Stückgut, sind jedoch keine ausgebildeten Sachverständigen für Seeverpackungen.“ Jens Dörken, Geschäftsführer der CARL GLUUD GmbH und HPE-Vorstandsmitglied, ergänzt abschließend: „Wir sind froh, dass unser Mitarbeiter Markus Neumann in diese Bresche springt und den seemäßigen Export in Zukunft noch sicherer macht.“ HPE/DS

 

Bild: Markus Neumann (l.) mit dem Geschäftsführer der IHK-Bremen, Michael Zeiment. Foto: HPE

 

 

 

Zum HPE: Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. ist ein Fachverband mit mehr als 400 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 Prozent des Branchenumsatzes von rund 2,3 Milliarden Euro repräsentieren. Die Mitglieder des HPE sind Anbieter von Paletten, Packmitteln, Kabeltrommeln, Steigen und Spankörben aus Holz sowie Dienstleister aus den Bereichen Verpacken, Containerstau und Logistik. Der hochgerechnete Holzbedarf der Branche liegt – inklusive der Kleinbetriebe unter 20 Mitarbeitern – bei rund sechs Millionen Kubikmetern. 

 

Quelle: HPE.de

Zukunftstag 2018

Am diesjährigen Zukunftstag, am Donnerstag, den 26.04.2018 hatten Jugendliche die Möglichkeit die Firma CARL GLUUD kennenzulernen und einen Tag lang die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit zu begleiten.

Nach der Bürotätigkeit stand ein Rundgang auf unserem Betriebsgelände auf dem Plan und anschließend ein Einblick hinter die Kulissen der Produktion und Fertigung.

Dann konnten die Schüler/-innen beim Bau ihrer eigenen Kisten ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und sich nach getaner Arbeit auf den Feierabend freuen. Für alle Beteiligten war es ein rundum gelungener Tag.

Iraner zum Gegenbesuch in Bremen

Im Februar reiste eine Delegation von Bremer Unternehmern in den Iran.
Damit verbunden waren große Hoffnungen auf gute Geschäfte.
Ein halbes Jahr später kommen die Iraner nun zum Gegenbesuch nach Bremen.
Ein Bericht von Radio Bremen vom 15. August 2016

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Bremer Wirtschaft baut auf Iran-Geschäft

Markus Neumann, Holztechniker und Projektleiter Iran, Firma Carl Gluud.
(Foto: York Schaefer)

Eigentlich fehlen nur Türen und Fenster, dann könnte man die wuchtigen Sperrholzkisten in der Lagerhalle im Neustädter Hafen in Bremen für kleine Behausungen halten. 10,60 m lang, 5,90 m breit, 4,20 m hoch, 17,5 t Nettogewicht – kompakte, stabile Einheiten, nach Maß für den Transport gezimmert. „Dafür haben wir in zwei Schichten von 6 bis 22 Uhr gearbeitet, das war stramm kalkuliert“, sagt Holztechniker Markus Neumann vom Verpackungsunternehmen Carl Gluud über das spezielle Projektgeschäft. In den Riesenkisten befinden sich große Maschinenteile für eine Holzverarbeitungsanlage, die demnächst per Breakbulk-Schiff in den Iran exportiert werden.

Nachdem im Januar die internationalen Sanktionen gegen den Iran gelockert wurden, erhoffen sich nun auch bremische Unternehmen wieder gute Geschäfte mit dem Land, das bis vor etwa zehn Jahren einer der wichtigsten außereuropäischen Handelspartner der Hansestadt war. 2005 lag das Gesamthandelsvolumen zwischen Bremen und dem Iran bei 25,6 Mio. EUR, während der Sanktionen sank es 2013 auf den Tiefpunkt von unter 4 Mio. EUR, stieg aber bereits 2015 wieder auf 19,2 Mio. EUR Gesamtumsatz für Export und Import. „Einige Unternehmen haben sich mit der Zeit auf den Umgang mit Exporten in Embargoländer eingestellt, zum Beispiel Kenntnisse in der Exportkontrolle erlangt. Sie haben im Iran eine Nische für ihre Produkte gefunden“, erklärt Torsten Grünewald, Referent für den internationalen Geschäftsbereich bei der Handelskammer Bremen.

Termin beim Verpackungsunternehmen Carl Gluud – vor knapp 140 Jahren als Kistenfabrik gegründet, heute Holzgroßhändler und Dienstleister für Schwergutlogistik mit 60 Mitarbeitern. Das Besprechungszimmer ist komplett vertäfelt, dunkle Möbel, Holzfachliteratur in der Schrankwand. Geschäftsführer Jens Dörken, kurze graue Haare, Anfang 50, hat bereits gute Erfahrungen mit iranischen Geschäftspartnern gemacht. Schon 2013 und 2014 wurde je eine Holzverarbeitungsanlage eines Herstellers aus Süddeutschland mit einem Umfang von über 10.000 t von dem Unternehmen für die Verschiffung vorbereitet. Die Palette der Güter reicht von Schaltschränken und Heizplatten bis zu Trichtern und Laufbändern mit den Abmessungen kleiner Häuser. „Die Ladungen gehen vom Hafen Khousetan im Südwesten des Landes in den Norden, wo es große Wälder gibt. Iran hat erheblichen Nachholbedarf beim Möbelbau“, so Dörken.

Der Manager, der im Februar dieses Jahres selbst mit einer Delegation von etwa 40 Bremer Unternehmern im Iran war, setzt gerade jetzt nach der Lockerung der Sanktionen auf das wirtschaftliche Potenzial des wichtigsten Marktes im Mittleren Osten. „Die Leute denken langfristig, arbeiten zuverlässig, und es gibt einen hohen Bildungsstand“, schwärmt Dörken. Während der Reise seien die Bremer von den vielen jungen und mehrsprachigen Unternehmerinnen, die sie getroffen hätten, überrascht gewesen. Die Geschäfte mit asiatischen Anbietern, auf die sich iranische Unternehmen während des Embargos konzentriert hätten, seien zwar oft günstiger, aber qualitativ nicht so gut, meint der Bremer Unternehmer.

Aufgrund der Möglichkeit, Stückgutladungen und Containerfracht im Neustädter Hafen links des Weserufers zu bündeln, sieht Dörken Bremen als Standort im Iran-Geschäft auch gegenüber Hamburg gut aufgestellt. „Die Wartezeiten für LKW sind in Bremen heute wieder kürzer als in Hamburg“, betont er. Zwar deutet vieles darauf hin, dass die iranische Staatsreederei IRISL wie vor dem Embargo wieder Hamburg zu ihrem Haupthafen für den konventionellen Stückgutliniendienst machen wird. Doch auch schon früher seien die IRISL-Frachter häufig die Weser runtergefahren. Dafür hat der Bremer Schiffsmakler Peter W. Lampke (PWL) mit der Europa-Organisation der iranischen Reederei das Joint Venture IRISL-Agency (North) gegründet.

Ortswechsel, Treffen mit Henrique Wohltmann, 44 Jahre, blau kariertes Sakko, Geschäftsführer der Spedition Hansa Meyer Global Transport GmbH. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich gegenüber dem Bremer Flughafen, im achten Stock des Gebäudes hat man eine vorzügliche Aussicht auf die Wahrzeichen der Hansestadt: Dom, Weserstadion, Fernsehturm. Die Aussicht, vom wirtschaftlichen Potenzial des Iran zu profitieren, sieht der Manager mit zurückhaltendem Optimismus. „Momentan ist das Geschäft zwar eher rückläufig, trotzdem ist der Iran eines der wirtschaftlich vielversprechendsten Länder weltweit. Ab Ende 2016, Anfang 2017 erwarten wir wieder mehr Bewegung im Markt.“ Das Unternehmen Hansa Meyer ist über eine Düsseldorfer Tochtergesellschaft bereits seit 25 Jahren im Iran tätig.

Mit dem Land komme jetzt ein weiterer, lange abgeschotteter Big Player auf den internationalen Öl- und Gasmarkt. „Um petrochemische Anlagen zu bauen, müssen stellenweise erst neue Kraftwerke zur Stromerzeugung entstehen, dafür braucht man Straßen, dafür wiederum Baumaschinen“, erklärt Wohltmann die Wertschöpfungskette mit viel Potenzial auch für Bremen. Hansa Meyer Global arbeitet schon seit 2008 an dem Projekt „South Pars Gas Field Development“ im Iran mit bis zu 50.000 t Frachtgut. Rund 80 Prozent der Güter kommen aus Südostasien, hauptsächlich aus Korea, der Rest aus Europa.

„Voraussetzung für künftige gute Geschäfte sind eine stabile Währung im Iran und eine gesicherte Finanzierung durch die Banken“, meint der Manager. Viele europäische Banken zeigen sich trotz Lockerung der Sanktionen noch zurückhaltend bei Finanzierungen von Geschäften mit dem Golfstaat, da sie in der Vergangenheit von Gerichten in den USA wegen Verstößen gegen US-Embargos zu hohen Geldstrafen verurteilt wurden. Und das, obwohl US-Firmen und die Regierung in Washington während der Sanktionen selbst Milliarden von Dollar vor allem in den iranischen Energiesektor investiert haben, wie die „New York Times“ und das Magazin „Panorama“ schon 2008 herausfanden. Ein bedeutendes Hindernis für deutsche Ausfuhren in den Iran sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aber inzwischen als beseitigt an. Nachdem der Iran jüngst Altschulden an Deutschland bezahlt hat, sollten demnächst wieder Exportkreditgarantien in Form von Hermes-Bürgschaften möglich sein.

Auch nach dem Atom-Deal ist der Iran politisch kein unproblematisches Land. „Wir wollen über wirtschaftliche Kontakte den politischen Wandel unterstützen“, sagt Iran-Experte Torsten Grünewald.

Gut 60 Bremer Unternehmen haben laut der Handelskammer aktuell Geschäftsbeziehungen in den Iran – Tendenz steigend. Gute Geschäftsaussichten für bremische Unternehmen werden im Maschinen- und Anlagenbau, in der Hafen- und Logistikwirtschaft, im Schifffahrtsbereich, in der Automobilindustrie sowie in der Lebensmittel- und Technologiewirtschaft gesehen.



Bericht aus der DVZ vom 08. August 2016 | von York Schaefer

Bremen will Iran-Geschäft intensivieren

Ein Bericht aus der Deutschen Verkehrs-Zeitung vom 05. April 2016.

Bremer Kaufleute im Iran

Ein Bericht von Radio Bremen über die Reise der Bremer Wirtschaftsdelegation in den Iran im Februar 2016.

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Maßgeschneiderte Anzüge aus Holz

Anlagenteile werden Verladen. | ©HPE/CARL GLUUD

Firma Carl Gluud verpackt komplette Anlage mit 150 Kisten für den Transport in den Iran

 

Bremen - So ein Auftrag ist schon ungewöhnlich: Derzeit verpacken die Mitarbeiter der Carl Gluud GmbH & Co. KG aus Bremen eine riesige Holzbearbeitungsanlage für den Iran. „150 Kisten mit einem Gesamtgewicht von rund 4000 Frachttonnen haben wir kürzlich im Neustädter Hafen in Bremen verschifft“, sagt der Geschäftsführer des Unternehmens, Jens Dörken. Zwei weitere Slots werden im Frühjahr 2016 seemäßig verpackt und dann ebenfalls über den Projektpartner BLG Cargo Logistics auf den Weg in den Iran gebracht. „Gerade bei konventionellen Verladungen für den Massen-Stückguttransport auf Breakbulk-Schiffen ist eine gute Exportverpackung von größter Bedeutung“, sagt Dörken.


Die Ausmaße der Holzbearbeitungsanlage – von denen die Mannschaft von Carl Gluud bereits 2013 und 2014 jeweils ein Exemplar für den Seetransport vorbereitet hat – sind beachtlich: Für eine komplette Anlage werden rund 120 Lastwagen benötigt, von Standardgrößen und überbreiten Gespannen bis hin zu Fahrzeugen mit Überhöhe und Schwerguttransporten. Diese brachten Maschinenteile aus den unterschiedlichsten Produktionsstätten in ganz Europa nach Bremen. Das geschieht nun auch im Rahmen des aktuellen Projekts, für das der Verpackungsspezialist maßgeschneiderte Anzüge aus Holz fertigt. „In Abstimmung mit unseren Kunden entwickeln wir für die einzelnen Teile der Anlage optimale Verpackungslösungen“, sagt Dörken. Die Zulieferer liefern die Produkte im Hafen unverpackt an. Die Verpacker von Carl Gluud nehmen die Ware in Empfang und stellen sie dem Kunden anschließend mit einem einheitlich hohen Verpackungsstandard zur Verschiffung bereit. Und die Verpackungen dieses Projekts haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich: „Unsere Kisten sind in der Regel tragende Verpackungen, sie tragen beim Umschlag das volle Gewicht des Packgutes“, sagt der Chef. Gefertigt werden sie nach dem so genannten Standard des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) mit Sitz in Bonn.

 

Hier der Link zum Original-Artikel aus der Syker-Kreiszeitung vom 12.01.2016

 

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